23.08.2017 Bekämpfung des Buchsbaumzünslers

Auch unser Gebiet ist mittlerweile vom Buchsbaumzünsler betroffen.
Dieser Schädling, ein Kleinschmetterling aus dem ostasiatischen Raum, wurde durch Pflanzenimporte nach Europa eingeschleppt. Seine Raupen verursachen durch Fraßtätigkeit am Buchsbaum große Schäden.

Eine Bekämpfung ist erst bei Befall sinnvoll. Als direkte biologische Maßnahme dient die Spritzung mit einem Bacillus-thuringiensis-Präparat (z.B. Xentari). Dieses ist ungiftig für Mensch und Tier und bewirkt einen Fraßstopp und das Absterben der Raupen. Vom Einsatz chemischer Mittel wird dringend abgeraten.

Wichtig ist die genaue Kontrolle der Buchspflanzen, besonders auch im Inneren der Büsche. Kennzeichen für einen Befall mit dem Buchsbaumzünsler sind Gespinste, Kotkrümel in den Gespinsten und am Boden, Fraßschäden an den Blättern und der Rinde, gelb-grüne Raupen mit schwarzen und weißen Längsstreifen und schwarzer Kopfkapsel. Eine Behandlung des Buchsbaumes ist dann sinnvoll, wenn der Befall maximal ein Drittel der Pflanze betrifft. Geht der Schaden bereits darüber hinaus, wird die Entsorgung des Bestandes inklusive Wurzelwerk angeraten.

Fachgerechte Entsorgung befallener Bestände
Die Weiterverbreitung dieses Schädlings ist nur durch die fachgerechte Entsorgung des befallenen Buchsbaumes möglich. Bitte bringen Sie diese Abfälle direkt in das ASZ/Altstoffsammelzentrum der ASA (neuer Firmenname ist FCC) in Lieserbrücke.
Diese Übernahme inklusive der folgenden Verbrennung in Arnoldstein ist kostenpflichtig auf Basis unserer geltenden Tarife, d.s. EUR 23,40 pro 100 kg.

Eier und Raupen des Buchsbaumzünslers in der Biotonne oder als wilde Deponie bringen das Problem über den Umweg von Kompost und direkter Weitervermehrung wieder zu uns zurück.

Abschließend noch ein Hausmittel aus dem Naturgarten gegen den Zünsler:
½ Liter Wasser, 3 Esslöffel Rapsöl und 4 Esslöffel Essig, dazu eine Drucksprühflasche.
Das Ganze mixen, vor dem Auftragen gut schütteln und mit ordentlichem Sprühdruck aufbringen.

GVin Lorène Stranner Referentin für Umwelt und  Energie

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Bekaempfung_Buchsbaumzuensler.pdf87 K